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Aktuelles

Eaton-Azubis zu Besuch in der Stiftung Scheuern


Ein Wort fiel „verdächtig“ oft bei der Feedbackrunde: Hilfsbereitschaft. Sie fiel fast allen Eaton-Azubis als Erstes ein, als Bildungskoordinatorin Birgit Klaiber sie dazu aufforderte, einen aussagekräftigen Begriff für die zurückliegenden vier Tage zu finden.

Oder wie einer der Auszubildenden es formulierte: „Obwohl sie uns vorher ja gar nicht kannten, waren die Beschäftigten uns gegenüber sehr offen und haben uns gern weitergeholfen, wenn wir eine Frage hatten. Auch die Mitarbeitenden waren immer sehr freundlich.“

Bereits zum fünften Mal hat im Februar die 2017 ins Leben gerufene und nach der Corona-Zwangspause wiederbelebte Ausbildungskooperation zwischen der Stiftung Scheuern und der Eaton Industries GmbH stattgefunden. Oder besser gesagt: der erste Teil davon: Sechs Eaton-Azubis aus dem ersten Ausbildungsjahr besuchten zunächst die Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) der Stiftung. Der Gegenbesuch an den Eaton-Standorten Holzhausen und Dausenau ist für den 20. und 21. März geplant.

Menschen mit und ohne Behinderung, so der „Hintergedanke“ hinter der Ausbildungskooperation, sollen gegenseitig ihre Arbeitswelt kennenlernen, dabei eventuell vorhandene Berührungsängste abbauen, miteinander ins Gespräch kommen und Sozialkompetenzen weiterentwickeln. Wobei es verständlich war, dass die Azubis ganz am Anfang ein wenig zurückhaltend waren – schließlich war es für die meisten von ihnen das erste Mal, dass sie mit Menschen mit Behinderung in Kontakt kamen. Doch das Eis war schnell gebrochen: Jeder Eaton-Azubi bekam als Pate und persönlichen Ansprechpartner einen Beschäftigten zur Seite gestellt, der ihn in seine Arbeitswelt mitnahm, ihm alles erklärte und auch selbst in die Arbeit mit einband. Noch besser kennenlernen konnten sich die Paten und ihre „Patenkinder“ bei gemeinsamen sportlichen Aktivitäten wie Tischtennis, Kicker oder Darts – ein Angebot, das regen Zuspruch fand.

Dieses Mal machten die Arbeitsbereiche Garten- und Landschaftspflege auf dem Campus der Stiftung, Metallverarbeitung in der Werkstatt Singhofen sowie Montage und Verpackung in der Langauer Mühle bei dem Austausch mit – eine Branchenvielfalt, die die Besucher sichtlich beeindruckte. Hilfreich: Auf das gemeinsame Arbeiten folgte an jedem Tag ein kurzes Reflexionsgespräch mit den Beschäftigten und Mitarbeitenden des jeweiligen Arbeitsbereichs, das Gelegenheit bot, eine zeitnahe Rückmeldung zu geben.

Dazu kam die große Feedbackrunde am Freitagnachmittag, an der neben Bildungskoordinatorin Birgit Klaiber und dem EATON-Jugendvertreter Marc Leonhardt, die den Austausch organisiert hatten, unter anderem auch EATON-Ausbildungsleiter Kai Leininger und der Leiter des Fachbereichs Bildung/Arbeit/Teilhabe bei der Stiftung, Jörg Bremser, teilnahmen. Nicht nur die bereits erwähnte Hilfsbereitschaft kam dabei mehrfach zur Sprache. Der Einblick in die Arbeit einer WfbM und der Umgang mit den Beschäftigten habe ihnen sehr gut gefallen, berichteten die Besucher. Und: „Man hat einen großen Zusammenhalt und Teamgeist in der Gruppe gespürt.“ Eines war nach dieser positiven Erfahrung sonnenklar: Die Ausbildungskooperation sollte auch in den kommenden Jahren ihre Fortsetzung finden.  

Ein Gruppenfoto musste natürlich sein: die Eaton-Azubis zusammen mit ihren Paten sowie den Organisatoren und Betreuern des Austauschs.