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Aktuelles

Fortbildung für alle Mitarbeitenden: Erik Bosch referiert an fünf Tagen in der Stiftung Scheuern


Die Stiftung Scheuern hat den bekannten Heilpädagogen, Autor und Coach Erik Bosch für eine Fortbildungsreihe gewinnen können. Damit möglichst viele Mitarbeitende daran teilnehmen können, werden die ganztägigen Veranstaltungen gleich fünf Mal im März und April angeboten.

Mit dem „hermeneutischen Kreis“ erläutert Erik Bosch eine systematische Methode, wie man Klienten sowie ihre Bedürfnisse und Fähigkeiten besser kennenlernen kann. Ein an diese Erkenntnisse angepasster Betreuungsstil, so der Referent, kommt Mitarbeitenden und betreuten Menschen gleichermaßen zugute.

Der Niederländer Erik Bosch hat er erstmals 2017 einen Workshop für Fachbereichsleiter:innen durchgeführt. 2023 folgte eine zweitägige Fortbildung für alle Führungskräfte. Jetzt sind alle Mitarbeitenden der Stiftung Scheuern dazu eingeladen. Das Seminar zum „hermeneutischen Kreis“ schließt sich an eine ebenfalls für alle offene Fortbildung im Sommer 2024 an, bei der Erik Bosch in eine Methode des Teambuildings mit dem Namen „Die Hüte von de Bono“ eingeführt hatte. Der „hermeneutische Kreis“ ergänzt die Themen SEO (Stand der Emotionalen Entwicklung) und SEED (Skala der Emotionalen Entwicklung-Diagnostik), die seit längerem in der Stiftung Scheuern Anwendung finden.

Ziel ist es, die Bedürfnisse und Fähigkeiten der Klient:nnen besser kennenzulernen und daraus einen individuell passenden Betreuungsstil zu entwickeln. Es gilt, die Bedeutung bzw. die Ursachen seines Verhaltens aufzudecken und die Geschichte des Klienten zu lesen. Auch geht es um das gemeinsame Nachdenken und den offenen Austausch miteinander im Team. „Man tut eine Menge Aspekte auf, wenn man gemeinsam über einen Klienten spricht“, sagt Erik Bosch.

Es ist laut Erik Bosch wichtig zu wissen, auf welcher emotionalen Entwicklungsstufe sich ein Klient befindet. Diese könne sich stark von der geistigen und der körperlichen Entwicklung unterscheiden. Auch eine gute Kenntnis der Biografie und Lebensumstände helfe, Verhaltensweisen des Klienten besser zu deuten und damit umzugehen. „Es kommt darauf an, dass man sich für die Geschichte der Menschen interessiert“, so Erik Bosch.

Die Herangehensweise des „hermeneutischen Kreises“ betrachtet die Stiftung Scheuern als wichtiges Mittel, um Menschen mit Behinderung angemessen in ihrem Wunsch- und Wahlrecht zu begleiten. So wird dem Bundesteilhabegesetz Rechnung getragen. Demnach wird Eingliederungshilfe personenzentriert, also am Bedarf des Betroffenen orientiert, geleistet.

Ein ausführlicher Artikel von Erik Bosch über den hermeneutischen Kreis und seine Anwendung gibt es in der Zeitschrift des Erziehungsbüros Rheinland unter folgendem Link zum Herunterladen:

erziehungsbuero.de/wp-content/uploads/2020/01/Puzzle_2018.pdf

Svenja Schwarz-Bremer (Leitung Individualisierte Dienstleistungen | Case Management) und Referent Erik Bosch begrüßen die Teilnehmer:innen am ersten Tag der Seminarreihe.